Übersicht und Hinweise
Allgemeine Hinweise:
Alle Kurse sind in der Teilnehmerzahl begrenzt – typischerweise auf 9 Teilnehmer:innen.
Die Kurse umfassen ca. 15-16h Gesamtunterrichtszeit. Die Kurse beginnen anders als bei anderen Veranstaltungen bereits am Freitagabend.
Für die Teilnahme investierst Du 205 € Kursgebühr. Bist du Schüler:in, Auszubildende:r oder Student:in? Dann zahlst du sogar nur einen ermäßigten Kursbeitrag in Höhe von 170 €.
Deine Unterkunft und Verpflegung sind in der Kursgebühr noch nicht enthalten (siehe dazu den Menüpunkt „Unterbringung“). Diese Posten werden von dir bei der Anmeldung bereits mitgebucht und vor Ort bei Kursbeginn direkt mit dem AntoniQ abgerechnet.
Die Teilnahme am Nicht-Kurs kostet dich normalerweise 50 €, ist aber umsonst, wenn Du „ermäßigt“ bist oder dein(e) Partner:in schon einen Kurs belegt.
Für die musikalischen Kurse gilt, sofern nichts anderes vermerkt ist: Das Mitbringen eines Aufnahmegeräts ist für dich optional, aber meist sehr sinnvoll. Wir empfehlen, bei Verfügbarkeit auch einen Notenständer dabei zu haben.
Leihinstrumente für dein Kurserlebnis auch ohne eigenes Instrument sind verfügbar. Sie werden dir von einigen der renommiertesten Herstellern Deutschlands zur Verfügung gestellt:
Dudelsäcke (halbgeschlossen gegriffene Schäferpfeifen in g/c) von Matthias Branschke (http://www.dudelsackmanufaktur.de) und
Drehleiern von Alex Zwingmann Drehleierbau (https://egurdy.com/)
Waldzithern unterschiedlicher Hersteller über den Dozenten Tim Lieber
Die Kurse
Kurs 1: Dudelsack halbgeschlossen g/c für Anfänger mit Matthias Branschke
Kurs 2: Dudelsack halbgeschlossen g/c für leicht Fortgeschrittene mit Olle Geris
Kurs 3: Dudelsack halbgeschlossen g/c für Fortgeschrittene mit Marieke van Ransbeck
Kurs 4: Drehleier g/c für Anfänger und leicht Fortgeschrittene mit Alexander Bloch
Kurs 5: Drehleier g/c für Fortgeschrittene mit Christian Mohr-Levisen
Kurs 6: BalFolk-Einsteiger-Ensemble mit Ursula Suchanek
Kurs 7: Ensemble mit Maarten Decombel
Kurs 8: Gesang mit Björn Werner
Dudelsack halbgeschlossen g/c für Anfänger
Der Kurs richtet sich an alle, die einen Einstieg in die Welt des Dudelsacks wagen wollen: Vom ersten Mal in den Sack pusten bis zur Teilnahme am ersten Kurs für leicht Fortgeschrittene oder Fortgeschrittene hast du als angehende:r Dudelsackenthusiast:in ein Stück Weg zurückzulegen. Die individuelle Arbeit in einer kleinen Gruppe sorgt dabei für die bestmögliche Betreuung. So kannst du vor Ort gemeinsam mit anderen, mit angepasstem Repertoire und passenden Übungen dein persönliches Spiel entwickeln und rasche Fortschritte machen.
Musikalische Vorkenntnisse sind für den Kurs ausdrücklich nicht erforderlich. Es wird zunächst ohne Noten unterrichtet, bei Bedarf können Notenblätter ausgegeben werden. Im Kurs wirst du auf Instrumenten mit halbgeschlossener Griffweise in g/c-Stimmung musizieren. Leihinstrumente (40 € Gebühr) sind vorhanden, wenn du nicht über ein eigenes, gut eingerichtetes Instrument verfügst.
Matthias Branschke
…filigranes Spiel, Ausdrucksstärke, Emotionalität und Rhythmik – das zeichnet ihn als Dudelsackspieler aus. Er spielt aktuell bei dem Duo Branschke/Armstrong (Duo mit Callum Armstrong), im Trio sunday jam (Trio mit Merit Zloch und Vivien Zeller), solid ghost (Duo mit Merit Zloch) und T.K.P. (Duo mit Vivien Zeller). Er war Mitglied der nicht mehr existierenden Band Kwart und gewann mit ihnen 2010 den Weltmusikpreis Ruth des TFF Rudolstadt. Matthias, genannt Mattis, Branschke spielt seit 1998 Dudelsäcke mit halbgeschlossener Griffweise. Außerdem erhielt er 10 Jahre klassische Ausbildung für Querflöte. Im Duo mit seinem Bruder Florian Branschke gewann er bereits 2001 den Folkförderpreis des TFF. Auf der Suche nach dem perfekten Instrument wurde Matthias Branschke zum Instrumentenbauer und betreibt seit 2010 neben seinen musikalischen Projekten eine Werkstatt für Dudelsackbau, die nach vielen Jahren in Berlin nun in Lutherstadt Wittenberg beheimatet ist.
Kurs 2: Dudelsack halbgeschlossen g/c für leicht Fortgeschrittene
Wenn Du schon ein wenig Erfahrung im Dudelsackspiel und Lust hast, an der Spieltechnik und Verzierung für Tanzmusik zu arbeiten, dann bist Du hier genau richtig! Gemeinsam werden wir ein paar neue Tanzstücke erlernen – aber nicht nur das: im Kurs werden spezielle Verzierungs- und Spieltechniken vermittelt, die die Tanzbarkeit der Stücke verbessern.
Auch werden wir Kanons aus verschiedenen Jahrhunderten spielen. Diese Zweisamkeit zu genießen und die Möglichkeit zu haben, gemeinsam diese erstaunlichen polyphonen Klangwelten zu erschaffen, wird für uns eine Art tägliche Klangmeditation sein.
Die Noten der ausgewählten Musikstücke werden zu Beginn des Kurses gegeben – jedoch ist das Ziel, die Stücke nach Gehör in der Gruppe zu erlernen.
Unterrichtet wird auf Instrumenten mit halbgeschlossener Griffweise in G/C. Wenn du Instrumente in anderen Stimmungen besitzt, kannst du diese gern zusätzlich mitbringen.
Der Unterricht findet vor allem nach Gehör statt. Noten sind bei Bedarf verfügbar.
Olle Geris
…wuchs in einer Familie auf, in der Musik immer eine zentrale Rolle spielte. Als Kind erlernte Olle das Spielen auf der Querflöte – doch bald entdeckt sie die Liebe zum Dudelsack, den auch schon ihr Vater spielte.
Als Jugendliche nahm Olle mehrere Jahre Unterricht bei Jean-Pierre Van Hees in Brüssel. Mit 18 Jahren schon begann sie sich dem Dudelsackbau zu widmen und konzentrierte sich für viele Jahre vollständig auf den Bau von Dudelsäcken. Im Jahr 1995 erhielt Olle ein königliches Stipendium mit dem Ziel, die handwerklichen Tätigkeiten im Bereich des Dudelsackbaus zu perfektionieren. Nachdem ihr Meister Remy Dubois 2009 in den Ruhestand getreten ist, hat sie die Werkstatt in Wislez, Belgien, vollständig übernommen, und seitdem eine der renommiertesten Dudelsackbauerinnen weltweit.
Olle ist in vielen internationalen Auftritten in diversen Gruppen (Willem Schot, Swart&Co, Zefiro Torna, Camerata Trajectina, Rans en Flagel, Göze, Idool 1900) aufgetreten. Sie spielt heute in Familien- und Musikschulprojekten sowie im Dudelsack-Duo mit Toon van Mierlo. Im Jahre 1995 wurde ihr im Duo mit Machteld Truyens der erste Preis von St. Chartier zugesprochen. Sie ist seit Jahrzehnten erfahrene Dozentin von Dudelsack- und Rohrblattbaukursen.
Kurs 3: Dudelsack halbgeschlossen g/c für Fortgeschrittene
Im Workshop lernst und bearbeitest du Folk und traditionelle Musik aus Skandinavien und aus Belgien. Von Tanzmusik bis hin zu lyrischen Balladen wird dabei ein weites Spektrum an Repertoire abgebildet. Die Arbeit erfolgt dabei nach Gehör; Noten sind bei Bedarf im Anschluss verfügbar. Inhaltlich geht es um Verzierungen, Spieltechniken und Ornamentierung, um die Funktion des Repertoires bestmöglich zu erfüllen und deine Ausdrucksstärke auf deinem Instrument zu fördern, um Groove sowie gutes Zusammenspiel.
Die Kurssprache ist englisch. Vorausgesetzt werden fortschrittenes Kursniveau (Überblasen, chromatisches Spiel, Fähigkeit zum Lernen nach Gehör). Bitte bring deinen gut funktionierenden Dudelsack in g/c (andere Stimmungen nach Verfügbarkeit), dein Lieblingsstück, dein Stimmgerät und ein Aufnahmegerät mit.
ist eine vielseitige belgische Dudelsackspielerin, die sich insbesondere auch auf belgische und französische Musette (Barockdudelsack) und schwedische Dudelsäcke spezialisiert hat. Sie studierte an der Abteilung für Alte Musik der LUCA School of Arts (Belgien) und absolvierte anschließend im Ausland den Nordic Master in Folk Music.
Im Jahr 2021 wurde sie von Radio Klara (De Twintigers) zu einer der vielversprechendsten Musikerinnen ihrer Generation gekürt, was einen Wendepunkt in ihrer Karriere markierte. Seitdem ist sie in ganz Europa und darüber hinaus aufgetreten und hat mit verschiedenen Ensembles und Orchestern zusammengearbeitet.
Derzeit ist sie mit ihrem Folk-Ensemble Marvara, ihrem Soloprojekt Underlands und verschiedenen Kammermusik-Kooperationen aktiv.
Kurs 4: Drehleier g/c für Anfänger und leicht Fortgeschrittene
Möchtest du mit dem Drehleierspielen beginnen oder du hast schon erste Erfahrungen und möchtest diese nun vertiefen? Dann ist dieser Kurs genau richtig für dich! Ob mit oder ohne Vorerfahrung: Hier kannst du die Grundlagen des Musizierens auf diesem wunderbaren Instrument erlernen und erste Erfahrungen sammeln oder bestehende Vorkenntnisse vertiefen.
Zentrale Elemente des Unterrichts werden das Spielen von einfachen Melodien, Grundlegendes zum Instrument und dessen Wartung, sowie die ersten einfachen Schnarrrhythmen sein. Dabei wirst du schöne Tanzmelodien aus Europa kennenlernen, welche du ganz der gelebten Tradition entsprechend auch ohne Noten erlernen kannst.
Neben den vorbereiteten Inhalten sollen aber auch deine Fragen und Wünsche zum Instrument nicht zu kurz kommen. Zusammen gilt es, ein tolles Kurswochenende zu erleben.
Alexander Bloch
…verfiel dem Charme der Drehleier und begann seine musikalische Reise auf diesem wunderbaren Instrument im Alter von 22 Jahren. Dank des Unterrichts von Ron Winkler und weiterer Stunden auf diversen Kurswochenenden mit internationalen Lehrern konnte er seine Technik vertiefen und gab sich ganz der Tanzmusik hin.
Seit einigen Jahren ist Alexander dabei sein Wissen bei verschiedenen Kursen, sowohl im Einzel- und Gruppenunterricht, weiterzugeben. Bei diesen ist er bestrebt, vor allem die Freude am Instrument aber auch die benötigten Techniken und musikalischen Grundsätze zu vermitteln.
Als Mitglied von „Solid Ghost Trio“ und dem Duo „Puls du Bal“ ist Alexander auch auf den verschiedensten Bühnen im Land unterwegs. Neben diesen Auftritten liegt ihm besonders der musikalische Austausch in Folksessions am Herzen.
Kurs 5: Drehleier g/c für Fortgeschrittene
In dem Kurs wirst du traditionelle Stücke, hauptsächlich aus Schweden, lernen und im Kurs gemeinsam erarbeiten, wie du diese auf der Drehleier spielen kannst. Wie bringst du die Melodien zum Grooven? Wie kannst du asymmetrische Rhythmen mit der Schnarre spielen? Welche Methoden finden sich innerhalb der schwedischen Tradition zur Variation, melodisch oder rhythmisch? Außerdem werden verschiedene technische Aspekte des Spielens besprochen. Der Kurs arbeitet nach Gehör; Noten sind im Nachgang verfügbar.
Am Kurs teilnehmen kannst du, wenn du den Viererschlag beherrschst und Mut und Lust darauf hast, dir die Stücke nach Gehör zu erarbeiten. Die Kurssprache ist deutsch.
Christian Mohr-Levisen
Christian Mohr Levisen hat deutsche Wurzeln und ist heute einer der wenigen akademisch ausgebildeten Drehleierspieler aus Skandinavien. Daneben spielt er als Multiinstrumentalist auch Blas- und weitere Saiteninstrumente im Folk auf hohem Niveau. 2023 hat er sein Studium am Royal College of Music in Stockholm abgeschlossen – jetzt tourt er in vielen verschiedenen Konstellationen in ganz Europa. Im Jahr 2025 hat er zusammen mit Björn Kaidel als Duo Plønk den Preis der deutschen Schallplattenkritik gewonnen.
Kurs 6: BalFolk-Einsteiger-Ensemble
Du möchtest gerne mehr zum Tanz spielen, weißt aber noch nicht genau, worauf es ankommt? Oder du möchtest Erfahrungen im Ensemblespiel in entspannter Atmosphäre sammeln und wissen, wie du aus einfachen Melodien leicht spannende Arrangements zaubern kannst? Dann ist dieser Kurs genau richtig für dich.
Du wirst anhand von verschiedenen Stücken aus deutschen Tanzmusikhandschriften sowie Balfolk-Neukompositionen erkunden, was im Ensemblespiel an musikalischem Miteinander möglich ist. Wie werden die verschiedenen Bausteine wie Melodie, Harmonie und Rhythmus in der Gruppe verteilt? Wie kannst du gleichzeitig spielen und zuhören? Ein Fokus wird darauf liegen, wie im Ensemble ein gemeinsamer Groove gefunden werden kann, so dass die Musik zum Tanzen einlädt.
Voraussetzung ist vorhandene Spielpraxis auf deinem Instrument, wobei der Kurs offen ist für alle Instrumente und Spielniveaus ab fortgeschrittenen Anfängern.
Im Kurs wird zunächst ohne Noten gearbeitet; diese sind bei Bedarf im Nachgang verfügbar. Es ist daher sinnvoll, sich ein Aufnahmegerät und etwas zu Schreiben (bei Bedarf ggf. auch Notenpapier) mitzubringen.
Ursula Suchanek
wuchs in Jazz und Klassik verwurzelt auf, bis sie während des Studiums die traditionelle europäische Tanzmusik für sich entdeckte, und hier eine neue musikalische Heimat fand, die inzwischen ihren kreativen Schwerpunkt darstellt. In verschiedenen Besetzungen ist sie europaweit unterwegs, u.a. mit Vivien Zeller, mit der sie seit 2016 das Duo TradTöchter bildet. Um die von ihr innig geliebte Verbindung zwischen Musik und Tanz weiter zu erforschen studierte sie zudem ein Jahr am Eric-Sahlström-Institut in Schweden.
Kurs 7: Ensemblekurs
In diesem Ensemble-Workshop lernst du einige der schönsten Melodien und inspirierendsten Stücke aus der wunderbaren Welt des Folks kennen: Nachdem du in der Gruppe die Melodie nach Gehör gelernt hast, konzentrierst du dich auf den Groove, den Charakter und die Verzierungen, die du brauchst, um alles im Miteinander zu einem swingenden Orchesterklang zu verschmelzen. Du wirst gemeinsam mit den anderen die zugrunde liegenden Akkorde und harmonischen Strukturen erkunden und von dort aus erkunden, was die Hauptmelodie verlangt: Eine raffinierte Basslinie? Eine chaotische Gegenstimme? Ein paar rhythmische Extras? Eine Lücke für ein wildes Solo? Niemand weiß, wohin die Reise führen wird – und genau das macht diesen Workshop zu einem faszinierenden Abenteuer. In jedem Fall werden die Arrangements auf der Grundlage der im Workshop vertretenen Instrumente und Niveaus erstellt, sodass für ein Wochenende ein einzigartiger Band-Sound entsteht, in dem jede:r Musiker:in den eigenen Platz findet.
Richtig im Kurs bist du, wenn du auf deinem Instrument über genug Erfahrung verfügst, um mit anderen zusammen Tanzmusik spielen zu können und eine Melodie nach Gehör lernen kannst und möchtest. Noten der Stücke sind bei Bedarf im Nachgang verfügbar.
Maarten Decombel
spielt Gitarre und Mandoline in Bands wie dem Naragonia Quartet, Snaarmaarwaar und MANdolinMAN. Er ist ein charmantes Urgestein der belgischen Folkszene, hat zahlreiche Alben mitveröffentlicht, ist gefragter Kursdozent, singt in der Band Spilar und unterrichtet leidenschaftlich gerne Gitarre und Ensembleworkshops in Belgien und im Ausland.
Kurs 8: Gesang
Im Kurs für Gesang erforschst du praktisch und sängerisch die Ursprünge des deutschen Liedes bis hin zum heutigen Volkslied. Du übst Atem- und Musiziertechniken an den ersten deutschsprachigen gregorianischen Gesängen und ihren Liedtexten, beginnend in der frühen deutschen Lyrik des 16.Jh. An Liedbeispielen dieser Zeit und darauffolgender Traditionen vertiefst du Grundlagen des Singens: Bewusstes Singen, Übungen zur Sprachgestaltung, Raumwahrnehmung, Einstimmigkeit, einfachen Satzgesang, Kanons und improvisierte Mehrstimmigkeit.
Dieser Kurs eignet sich für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene.
Björn Werner
…studierte Gesang bei U. Fuhrmann und D. Kharitonov an der Hochschule für Musik F. Liszt und war Meisterschüler beim Festival Mitte Europa. Als Solist gastierte er u.a. am Theater Erfurt, beim Kurt-Weill-Fest und im Gewandhaus Leipzig. Er ist der Sänger des Ensembles The Playfords, das u.a. beim MDR-Musiksommer, in der Philharmonie Berlin, in Weißrussland, Indien und auf der EXPO Mailand konzertierte. Zu besonderen Anlässen singt Björn auch eigene Lieder seines Liederkreises “Ich wollt ich wär ein Meerschwein”.
Kurs 9: Waldzither
Im Kurs erfährst du über eine Palette von Spielweisen anhand verschiedener Lieder und Tanzmelodien, welche Philosophie hinter modernem Waldzitherspiel steckt: Dazu gehören verschiedene Anschlag- und Picking-Varianten, die sich für die Waldzither besonders eignen. Durch das Aufbrechen von Akkorden lässt du komplexe Klangstrukturen entstehen, die den Charakter der Waldzither besonders zur Geltung bringen. Und durch die Verbindung von Melodiespiel mit Begleitakkorden lernst du, geschmackvolle Bearbeitung von Liedern und interessante Begleitungen zu erarbeiten und mit den akkordischen und rhythmischen Strukturen den richtigen Tanzschwung zu erzeugen. Was es mit dem „Waldhämmern“ und der Bass-Saite auf sich hat? Im Kurs erfährt du es! Übrigens: Viele der Aspekte, die im Kurs behandelt werden, lassen sich auch gut auf umgestimmten Gitarren (oder Ukulelen) nachvollziehen. Wer also noch keine Waldzither besitzt, kann auch auf diesen Instrumenten teilnehmen und probieren, ob die Chemie stimmt, oder sich für ein Leihinstrument entscheiden. Der Kurs ist geöffnet für Musiker:innen ohne Griffbrettinstrumentenerfahrung, Umsteiger:innen und solche, die bereits mit Freude Waldzither spielen und den nächsten Schritt gehen möchten.
Tim Liebert…wuchs im Thüringischen Vogtland auf und ist mit vielen folkloristischen Wassern gewaschen. Er hat in seiner Musikerlaufbahn in fast 20 Projekten ein Dutzend verschiedene Instrumente bedient. Seit ca. 15 Jahren ist sein Hauptinstrument die Thüringer Waldzither. Damit tourt er solistisch oder mit Bands wie Tradsch und Hüsch. Sein neustes Projekt Lind mit Benni Gerlach (Cello) und Karl Helbig (Sax/Tuba) ist mehrfach preisgekrönt und stellt wohl eines der exotischsten Gewächse der neu erblühenden Deutsch Folk Landschaft dar. Neben seiner Arbeit als Profimusiker betätigt er sich als aktiver Netzwerker (Vorstand ProFolk, Mitbegründer der DeFi), Archivkramer und er war der Initiator der UNESCO Anmeldung der Waldzither, was zu deren Aufnahme in das Kulturerberegister im März 2025 führte.
Nicht-Kurs: Rahmenangebot
Du möchtest gerne auf dem Spielkurs anwesend sein und die besondere Atmosphäre und das Rahmenprogramm genießen, ohne an einem der einzelnen Kurse teilzunehmen? Klar, das geht durch die Buchung des Nicht-Kurses: Abends mittanzen oder Session spielen, die Führung mitmachen, im Musikalienmarkt stöbern und allgemein dabei sein, aber nebenbei Zeit für das reizvolle Mühlhausen, zum Üben oder Relaxen haben: Das volle Spielkursprogramm für dich, nur ohne Kurs! Die Teilnahme am Nicht-Kurs kostet normalerweise 50 €, ist aber kostenfrei, wenn dein(e) PartnerIn einen Kurs belegt (bitte gesondert mitteilen) oder du selbst noch in Schule, Studium oder Ausbildung steckst.
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